Regenzeit in Thailand

Unser erster Halt in Thailand war die Stadt Krabi an der südlichen Westküste. Wir hausten auf der obersten Etage eines unscheinbaren Hostels, die wir inklusive Dachterrasse ganz für uns hatten. Mal wieder waren wir die einzigen Reisenden in dem Hostel überhaupt, was wohl daran lag, dass wir gegen Ende der Reise auch für Luxus in Thailand kein Geld übrig hatten. Der große Raum mit Matratzenlager gefiel uns allerdings sehr gut und, als es in den folgenden Tagen wegen der Regenzeit zu stürmen begann, hatten wir einen gradiosen Blick auf das Spektakel (Die Regenzeit in dieser Region geht meist von Mai bis Oktober und wir waren Mitte Mai dort). Ich kann euch sagen, so ein Gewitter habe ich noch nie gesehen..

Glücklicherweise regnete es meist nur abends und wir konnten den Tag voll ausnutzen, wir besuchten zum Beispiel die ziemlich berühmten Strände in Ao Nang oder Rai Leh. Rai Leh (auch Raylay genannt) bietet beeindruckende Kalksteinformationen, ist aber leider nur per Boot erreichbar. Zum Ao Nang Strand waren wir das erste mal per Tuk-Tuk, einer Art dreirädrigem offenem Auto oder Motorrad, unterwegs.

Was ihr in Krabi oder in Thailand generell ausprobieren müsst, ist Essen von Straßenständen zu kaufen. Auch wenn oft davor gewarnt wird, haben wir nie schlechte Erfahrungen gemacht. Am liebsten gegessen haben wir Phat Thai, ein traditionelles thailändisches Nudelgericht, das in Deutschland leider nie so schmeckt, wie an den thailändischen Straßenstränden. Phat Thai besteht hauptsächlich aus Reisbandnudeln vermengt mit gequirlten Eiern und Fischsoße. Garniert wird meist mit Mungbohnensprossen, Krabben, Tofu oder Fleisch und eine besondere Note verleiht die Kombination aus Erdnüssen, Koriander und Limetten.

 

Nach der schönen Zeit in Krabi fuhren wir nach Phuket. Dort hatten wir insgesamt eher Pech, was allerdings nicht mit der Region an sich zu tun hat. Wir fühlten uns nicht besonders wohl in unserem Hostel und vor allem ich hatte das Gefühl, dass es in den Betten krabbelte. An Schlaf war also nicht wirklich zu denken, außerdem war vor unserem Zimmer ein Affe angekettet, der wohl ziemlich unglücklich und deshalb aggressiv war. Auch der nächste Tag war zumindest vorerst ein ziemlicher Flop: Eigentlich hatten wir geplant einen Wasserfall zu besuchen und nahmen ein ziemlich teures Taxi, um dorthin zu gelangen. Nach kurzer Wanderung bemerkten wir allerdings, dass der Wasserfall vollständig ausgetrocknet und wir umsonst gekommen waren.

Nur blöd war der Tag am Ende trotzdem nicht, denn durch Zufall stießen wir auf eine Gibbon-Auffangstation. In Thailand werden viele Affen, wie der in unserem Hostel, als Touristenattraktionen missbraucht. Vor allem in Clubs und Bars sind sie zu finden oder werden an Stränden für Fotos von Tourist zu Tourist weitergereicht. Traurigerweise sind Gibbons in Phukets Regenwäldern stark vom Aussterben bedroht und bei der Suche nach Jungtieren als Attraktion, werden nicht nur die Gibbonmütter oft getötet, sondern aus Versehen auch oft das Jungtier. Wenn die Gibbons mit 6 oder 7 Jahren ausgewachsen sind, werden sie oft getötet. Einige wenige landen in Auffangstationen wie der, die wir in Phuket besuchten. Auch wenn die Gibbons dort größtenteils fröhlich wirken, sind viele körperlich versehrt oder psychisch traumatisiert. Teilweise können sie nach einiger Zeit wieder in den Urwald zurückgebracht werden. Viele sterben aber auch oder verbringen den Rest ihres Lebens in der Rettungsstation. Wenn euch dieses Thema interessiert, schaut euch gerne die Webseite des Projektes an: https://www.gibbonproject.org/

bis bald,

eure Jenny

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. ruthheume sagt:

    Hallo Jenny, du folgst ja schon meinem Lüneburg-Blog. Vielleicht interessiert dich auch noch mein Australien/Neuseeland-Blog, den ich vor drei Jahren geschrieben habe. War zunächst nur privat gedacht, hat sich dann aber irgendwie verselbständigt: https://ninetyninedaysdownunder.wordpress.com/
    LG Ruth

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    1. Hallo Ruth, den schau ich mir sehr gerne an 🙂 der Lüneburg-Blog ist wirklich schön. Liebe Grüße

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  2. sl4lifestyle sagt:

    Hallo Jenny, ich reise auch sehr gerne nach Thailand, oft nach Ko Lanta. Vielen Dank, dass Du meinem Webmagazin sl4lifestyle folgst. Ich freue mich darüber sehr. Mich würde dabei doch sehr interessieren, wie Du auf meinen Blog gekommen bist und was Dir daran so gut gefallen hat, dass Du nun ein neuer und sehr willkommener Follower bist?! Freue mich, von Dir zu hören. Guten Start ins Wochenende.
    LG, Sabine

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    1. Hallo Sabine, ich bin noch ziemlich neu in der Bloggerwelt 🙂 Deinen Blog habe ich durch Zufall entdeckt, weil er mir vorgeschlagen wurde. Genauso gerne wie ich über meine Reisen erzähle, lese ich die Berichte von anderen und deine haben mir wirklich gut gefallen. Deinen Venedig-Post fand ich besonders schön, er hat tolle Erinnerungen an meine eigene Reise dorthin hervorgerufen.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und freue mich auf neue Beiträge von dir.
      Liebe Grüße aus Hamburg

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      1. sl4lifestyle sagt:

        Liebe Jenny,
        das freut mich sehr, zu hören. Es interessiert mich immer sehr zu erfahren, warum neue Follower dabei sind. Es ist schön, sich auszutauschen und Menschen zusammenzubringen, die ähnliche Ideen haben. Ich bemühe mich durch Deine motiviernden Worte natürlich jetzt umso mehr, interessante Beiträge auch weiterhin zu liefern.
        Dir einen schönen Sommer und Willkommen in der Blogger-Welt.
        Herzlichst,
        Sabine

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  3. Hey … an diesem Beitrag gefällt mir deine Schreibweise gut. Auch allgemein in allen deinen Beiträgen. Ich liebe das Reisen. Die Welt zu erkunden. Ich mag es, wenn berichte so locker geschrieben werden. Wie, ls ob ich dann tatsächlich dabei bin. Weiter so! Du kriegst ein fettes Lob von mir!

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    1. Danke für die netten Worte! Hab mich sehr drüber gefreut 🙂

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      1. Im Moment lese ich gerne Reiseblogs, wie deinen 🙂

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